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Fashion Design Insights

Modedesign und UX-Design beruhen auf einem tiefen Verständnis der Nutzer:innen. Beide Disziplinen erfordern Empathie und die Fähigkeit, Trends zu deuten, menschliches Verhalten zu verstehen und Designs gezielt auf die psychologischen Bedürfnisse, Wünsche und Emotionen der Nutzer:innen abzustimmen. Der Designprozess folgt einer ähnlichen Struktur – von der Recherche über das Prototyping bis zur iterativen Optimierung.

Projekt Typ

Digitalisierung eines B2B-Bestellprozesses für industrielle Wägeterminals

Zeitraum

Q1 - Q2 | Jahr 2025

Programme

Figma, Photoshop

TEam

Project Manager+ Developer + Ich

Vom analogen Prozess zum digitalen Konfigurator

01. Overview

Der Bestellprozess für Systects industrielle Wägeterminals war stark analog geprägt: PDF-Kataloge, Telefonate, Rückfragen, manuelle Angebote. Das führte zu langen Entscheidungszeiten und fehleranfälligen Bestellungen.
 Ich entwickelte einen digitalen Online-Konfigurator, der Kunden durch einen klar strukturierten Auswahlprozess führt, Preise transparent macht und vollständige Bestelldaten liefert.

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02. Meine Rolle

Komplexität reduziert. Wirkung erhöht.

In diesem Projekt habe ich den bestehenden analogen Bestellprozess in einen klar strukturierten, digitalen Konfigurator überführt. Durch die Reduktion von Komplexität, die Einführung einer validierten Schritt-für-Schritt-Logik und eine saubere Informationsarchitektur konnte der Konfigurationsprozess deutlich vereinfacht und Fehlkonfigurationen systematisch vermieden werden.

Das Ergebnis ist ein nutzbares, fachlich korrektes Produkt, das Kunden zu schnelleren Entscheidungen befähigt und gleichzeitig den Vertriebsaufwand messbar reduziert.

03. Ausgangssituation & Lösungsansatz

Analog gewachsen. Digital gelöst.

Herausforderung

Der bestehende Bestellprozess bei Systect war stark analog geprägt. Kunden wählten passende Wägeterminals anhand von PDF-Katalogen aus und klärten technische Details anschließend telefonisch oder per E-Mail. Dieser medienbruchbehaftete Ablauf führte regelmäßig zu unklaren oder unvollständigen Spezifikationen, was die Fehlerquote bei Bestellungen erhöhte. Angebote konnten dadurch oft erst nach mehreren Abstimmungsschleifen erstellt werden und benötigten teilweise mehrere Tage. Gleichzeitig war der Vertrieb stark belastet, da Rückfragen, Korrekturen und Nacharbeiten einen großen Teil der Arbeitszeit beanspruchten.

Lösung

Auf Basis der identifizierten Probleme wurde ein digitaler Online-Konfigurator als zentraler Bestandteil des neuen Bestellprozesses definiert. Er ersetzt den fragmentierten Ablauf aus Katalog, Telefon und E-Mail durch einen durchgängigen, geführten digitalen Prozess. Der Konfigurator folgt einer klaren Schritt-für-Schritt-Logik, die sich an der tatsächlichen Entscheidungsweise der Kunden orientiert und technische Abhängigkeiten direkt validiert. Dadurch wird Komplexität reduziert, ohne die funktionale Tiefe des Produkts einzuschränken. Gleichzeitig sorgt eine permanente Preis- und Spezifikationsübersicht für Transparenz und eine standardisierte Zusammenfassung dafür, dass Konfigurationen direkt für Angebot und interne Weiterverarbeitung nutzbar sind. Die Lösung ist bewusst als MVP konzipiert und für spätere Integrationen erweiterbar.

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04. Projektziele

Effizienz steigern. Klarheit schaffen.

Business-Ziele

Die Business-Ziele konzentrierten sich darauf, den bestehenden Bestell- und Angebotsprozess effizienter, skalierbarer und wirtschaftlich tragfähig zu machen. Durch die Reduktion manueller Schritte und Rückfragen sollte der Vertriebsaufwand gesenkt und gleichzeitig die Abschlusswahrscheinlichkeit erhöht werden. Der Online-Konfigurator dient dabei als Hebel zur Prozessoptimierung und als klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber weiterhin analogen Marktteilnehmern.

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Ein professionelles, wettbewerbsdifferenzierendes Kundenerlebnis schaffen

Der Konfigurator positioniert Systect als modernen Anbieter und schafft Vertrauen durch Struktur, Klarheit und Verlässlichkeit.

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Conversion Rate steigern

Transparente Preise, klare Optionen und ein geführter Prozess senken Entscheidungshemmnisse und erhöhen die Abschlusswahrscheinlichkeit.

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Weniger manuelle Rückfragen im Vertrieb

Klare Auswahlregeln und vollständige Konfigurationsdaten reduzieren Rückfragen, Korrekturen und Nacharbeiten im Vertrieb.

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Angebots- und Bestellzeiten um ~30 % reduzieren

Durch einen durchgängigen digitalen Konfigurationsprozess sollen Abstimmungsschleifen entfallen und Angebote deutlich schneller erstellt werden.

UX-Ziele

Die UX-Ziele fokussierten sich darauf, technische Komplexität für B2B-Nutzer verständlich und beherrschbar zu machen. Der Konfigurationsprozess sollte ohne zusätzliche Erklärungen funktionieren, Entscheidungen klar unterstützen und Fehlbedienungen systematisch verhindern – auch bei komplexen Produktvarianten.

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Technische Optionen klar und verständlich darstellen

Optionen werden klar benannt, visuell unterstützt und kontextuell erklärt, sodass keine externe Beratung notwendig ist.

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Fehlkonfigurationen durch Validierungslogik auf 0 % reduzieren

Technische Abhängigkeiten werden in Echtzeit geprüft, um inkompatible Kombinationen konsequent auszuschließen.

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Drop-offs durch Überforderung vermeiden

Komplexität wird schrittweise aufgelöst, sodass Nutzer nicht mit zu vielen Optionen gleichzeitig konfrontiert werden.

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Vollständige Konfiguration in unter 3 Minuten ermöglichen

Der Prozess ist bewusst kompakt gehalten und auf schnelle, zielgerichtete Entscheidungen ausgelegt.

05. Research

Erkenntnisse statt Annahmen

Um die tatsächlichen Anforderungen und Entscheidungslogiken der Nutzer zu verstehen, wurde qualitative Nutzerforschung durchgeführt. Ziel war es, bestehende Pain Points im analogen Bestellprozess sichtbar zu machen und zentrale Entscheidungsfaktoren für die Konzeption des Online-Konfigurators zu identifizieren.

Nutzerinterviews

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„Für mich ist entscheidend, dass ich sofort sehe, ob ein Gerät passt und was es kostet. Wenn ich dafür erst mehrere Telefonate führen muss, verliere ich Zeit und Sicherheit.“

– Einkäufer

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„Ich kenne meine Anforderungen, aber ich will nicht raten, welche Module kompatibel sind. Wenn das System mir das abnimmt, treffe ich Entscheidungen deutlich schneller.“ – Produktionsleiter

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„Ein Großteil unserer Arbeit bestand darin, unvollständige oder falsche Konfigurationen zu korrigieren. Ein digitaler Konfigurator spart uns diese Schleifen und macht Anfragen deutlich sauberer.“ – Systect Vertriebsmitarbeiter

Im Rahmen der Wettbewerbsanalyse wurden unter anderem die Online-Konfiguratoren von Wettbewerbern untersucht. Ziel war es, bewährte Muster erfolgreicher B2B-Konfiguratoren zu identifizieren und auf den Anwendungsfall von Systect zu übertragen.

 

Der Vergleich zeigte deutlich, dass B2B-Nutzer vor allem Klarheit und Struktur erwarten und wenig Wert auf verspielte oder experimentelle Interfaces legen. Geführte Schritt-für-Schritt-Prozesse erwiesen sich als deutlich effektiver als frei aufgebaute Konfigurationen, insbesondere bei komplexen technischen Produkten.

 

Zudem wurde deutlich, dass integrierte Kompatibilitätsprüfungen ein zentraler Faktor zur Vermeidung von Fehlbestellungen sind. Eine permanente Anzeige von Preis- und Spezifikationsinformationen erhöht zusätzlich die Entscheidungssicherheit und reduziert Rückfragen im weiteren Bestellprozess.

Wettbewerbsanalyse

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06. Anforderungen

Klar definiert. Umsetzbar gedacht.

Auf Basis der Research-Ergebnisse wurden klare funktionale und technische Anforderungen definiert. Ziel war es, einen Konfigurator zu konzipieren, der fachlich korrekt, technisch realistisch umsetzbar und als MVP schnell einsetzbar ist, ohne dabei zentrale Nutzer- und Business-Anforderungen zu vernachlässigen.

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Eindeutige Konfigurations-ID: Jede Konfiguration erhält eine ID zur internen Referenzierung im Vertrieb

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Preisanzeige in Echtzeit:

Jede Auswahländerung aktualisiert Preis und Validierung ohne merkliche Verzögerung

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Bearbeitbare Zusammenfassung: 

Nutzer können einzelne Schritte aus der Zusammenfassung gezielt anpassen, ohne neu zu starten

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Kompatibilitätsregeln: 

Technische Abhängigkeiten und Ausschlüsse zwischen Komponenten werden in Echtzeit geprüft, sodass nur gültige und fachlich korrekte Konfigurationen möglich sind

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Kontextuelle Hilfen: 

Tooltips oder Infoboxen erklären technische Optionen direkt im Auswahlkontext

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Schrittweiser Konfigurator: 

Der Konfigurationsprozess ist in klar definierte Schritte unterteilt, die Nutzer entlang ihrer Entscheidungslogik führen um Überforderung und Fehlkonfigurationen zu vermeiden.

07. Define

Im Dialog zur Lösung

Von der Skizze zum Prototyp

Auf Basis der ersten Angaben des Kunden, der definierten Anforderungen sowie der Ergebnisse aus dem Wettbewerbsbenchmark wurden initiale Wireframes erstellt. Im anschließenden Review-Meeting wurden jedoch zusätzliche fachliche Anforderungen, Wünsche und Änderungsbedarfe deutlich, die zuvor nicht vollständig bekannt waren.

Testen. Lernen. Verbessern.

Gemeinsam mit dem Kunden und dem Developer wurden diese Punkte diskutiert, priorisiert und in konkrete Lösungsansätze überführt. Die erarbeiteten Entscheidungen und Ideen habe ich anschließend in überarbeiteten, finalen Wireframes umgesetzt.

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09. Deliver

Vom Feedback zur finalen Struktur

Basierend auf den gemeinsam erarbeiteten Entscheidungen und Lösungsansätzen habe ich die Wireframes gezielt überarbeitet und in eine finale Version überführt. Dabei wurden die im Review identifizierten Verbesserungen, zusätzlichen Anforderungen und neuen Ideen konsistent in das Design integriert und strukturell umgesetzt.

Erkenntnisse konsequent integriert

  • Iteration schafft Klarheit: Durch frühe Tests konnte ich komplexe Ideen auf das Wesentliche herunterbrechen und verstehen, was wirklich wichtig ist.

  • Empathie vor Funktion: Der direkte Blick auf das Verhalten der Nutzer:innen war viel wertvoller als theoretische Überlegungen.

  • Sichtbarkeit braucht Balance: Ein auffälliges Design zieht Aufmerksamkeit an, aber zu viel Farbe lenkt von Inhalten und Funktionen ab.

  • Design dient dem Menschen: Das visuelle System musste nicht lauter werden, sondern verständlicher – zugänglich für alle Altersgruppen und Nutzungssituationen.

  • Einfachheit ist Stärke: Klarheit im Aufbau und ein ruhiges visuelles Konzept fördern Vertrauen und Orientierung.

  • Weniger ist mehr: Nutzer:innen bevorzugen einfache, intuitive Wege zu ihren Zielen statt überladene Funktionen.

  • Wachstum durch Feedback: Jede Rückmeldung hat das Konzept besser gemacht und mich näher an eine Lösung gebracht, die wirklich relevant ist.

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10. Closing / Abschluss

Aus Idee wird Wirkung

Am Ende meines Projekts stand ein Prototyp, der die wichtigsten Bedürfnisse der Stakeholder in einer nutzerfreundlichen App vereint. Während viele Ideen für die Zukunft Potenzial haben, habe ich mich auf ein MVP-Konzept fokussiert, das konkrete Mehrwerte liefert.

  • Eigeninitiative & Realbezug: Ich habe ein reales Problem meiner Stadt identifiziert und in ein praxisnahes Projekt überführt.

  • Nutzerzentrierter Prozess: Durch Research und Testing mit Nutzer:innen habe ich Funktionen entwickelt, die echten Alltagssupport bieten.

  • Iteratives Design: Feedbackschleifen führten zu klarer Navigation, besseren Beschriftungen und einer ansprechenden UI, die Zielgruppen aller Altersstufen abholt.

Erfolgreiche Momente

  • Komplexität strukturieren: Eine App für so viele unterschiedliche Zielgruppen braucht klare Priorisierung, sonst wird sie schnell überladen.

  • Testing ist unverzichtbar: Nur durch Beobachtung realer Nutzungsszenarien konnte ich Schwachstellen finden und direkt beheben.

  • Vision und Realität balancieren: Als Einzelperson habe ich gelernt, dass ambitionierte Ideen nur dann Wirkung entfalten, wenn sie gleichzeitig realistisch und umsetzbar gedacht sind

Learnings

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